Sonntag, 25. Oktober 2009

Wirtschaftskrise


Eine Krise, die vor allem dadurch entstanden ist, dass Geld ausgegeben wurde, welches man nicht hatte, wird nun dadurch gelöst, dass man Geld ausgibt, welches man nicht hat. Habe ich das richtig verstanden, liebe neue Bundesregierung? Gute Güte, wer wählt solche Leute?

Mittwoch, 14. Oktober 2009

Das Konservative



Ein natürliches Ding ist dem Wandel unterworfen und der Versuch, dies zu verhindern, macht es kaputt. Das ist das Perverse am Konservativen: die Erhaltung, auf die es abzielt, ist ein pathologischer Zustand. Damit etwas gut bleibt, muss man etwas ändern, denn immer so weiter machen wie man es gewohnt ist geht nicht lange gut. So ist eine Kultur, bei der nichts Neues mehr hinzu kommt, tot. Neues kann natürlich auch grausig schlecht sein, aber dieses versinkt dann meist schnell wieder im Sumpf des verdienten Vergessens.

In der Natur steckt die Änderung und Erneuerung schon drin. Das funktioniert prima, wenn auch mitunter etwas langsam, wie bei der Evolution. Gestört wird das, wenn von außen auf nicht natürliche Weise eingegriffen, die Umwelt aktiv und gezielt geschädigt wird, wie es Teile unserer Industrie seit langem tun. In kleinem Rahmen läuft das zunächst ohne merkliche Folgen ab. Ein Wald jedoch verkraftet es nur, wenn ein paar Bäume gefällt werden und nicht fast alle. Ein bisschen fossile Brennstoffe abfackeln schadet nichts, in dem Maße, in dem wir es treiben, kippt es das Weltklima. Ein bisschen in die Landschaft geworfener Atommüll fällt nicht auf, wenn man nicht zufällig daneben wohnt, zu viel verseucht uns alle auf Jahrmillionen hinweg. Eine aussterbende Tierart pro Jahr ist normal, Hunderte nicht.

Man muss sich das nicht tatenlos ansehen. Die Aktion eines Einzelnen bewirkt nicht viel, die von vielen Einzelnen aber sehr viel. Jeder kann so leben, dass jeder gut leben kann, auch in ferner Zukunft. Wenn wir nicht weiter leben wie bisher. Der Trampelpfad des Konservativen führt in eine Sackgasse, an deren Ende ein Abgrund wartet. Abzweigungen sind vorhanden, aber möglicherweise nicht so gut gespurt.